Hospiz-Gruppe Albatros - Ambulanter Hospizdienst und Palliativberatung

Weihnachtsbräuche in aller Welt

9. Dezember: Griechenland

In Griechenland gibt es keine Adventszeit. Die Weihnachtszeit beginnt mit dem Heiligen Abend und dauert zwölf Tage lang an. Während dieser zwölf Tage treiben die »Kalikanzari« ihr Unwesen, gnomartige Wesen, die im Inneren der Erde leben sollen – ein Mythos den man vielleicht eher im hohen Norden vermutet hätte. Um die vielen kleinen Missgeschicke zu vermeiden, die den Kalikanzari angehängt werden, werden täglich Weihnachtsfeuer entzündet, um die kleinen Quälgeister zu verteiben. An Heilig Abend wird auch der »Christoxylo«, der Weihnachtsscheit, ins Feuer geworfen, um das Christkind zu wärmen. Den Wunsch, den derjenige äußerst, der den Scheit ins Feuer wirft, soll angeblich erfüllt werden.

An Heilig Abend ziehen Kinder verbreitet mit Gesang von Haus zu Haus und bekommen dafür Süßigkeiten und getrocknete Früchte als Belohnung – die Lobgesänge gelten als Segen für das Haus. Der 25. Dezember ist der traditionelle Tag um Verwandte zu besuchen. Geschenke gibt es an keinem dieser Tage – diese gibt es in Griechenland erst zu Neujahr am 1. Januar. Gebracht werden sie von »Agios Vasilis«, dem Heiligen Vassilius. Nach diesem ist auch der traditionelle Neujahrskuchen, der »Vassilopita«, benannt. In diesem ist ein Geldstück versteckt, wer es findet, wird im nächsten Jahr besonders viel Glück haben (was mit jenen passiert, die es mitessen, ist nicht überliefert…).

Auch am 1. Januar ziehen wieder Kinder mit Gesang von Haus zu Haus. Mit einer Rute streichen sie über den Rücken des Hausherren, was diesem erneut Glück bringen soll – und den Kindern wiederum süße Belohnungen.

Im orthodoxen Kirchenjahr ist der 6. Januar der religiöse Schlusspunkt der Weihnachtszeit. Am 6. Januar soll Jesus von Johannes dem Täufer getauft worden sein. Dessen anlässlich werden alle Häuser mit Weihwasser gesegnet und so die bösen Geister vertrieben. (Quellen: www.christmas.com, www.engelchen.de)