Hospiz-Gruppe Albatros - Ambulanter Hospizdienst und Palliativberatung

Weihnachtsbräuche in aller Welt

20. Dezember: Finnland

Die Finnen sind geradezu »weihnachtsverrückt«. Dezmeber heißt auf finnisch »joulukuu«, was übersetzt »Weihnachtsmonat« bedeutet. Die »pikkujouluaika«, die kleine Weihnachtszeit, wie der Dezember auch genannt wird, ist in Finnland vor allem Zeit, um mit Freunden zu feiern. Viele, die von zuhause weggezogen sind, nutzen die Weihnachtszeit (oder zumindest Weihnachten), um die Familie zu besuchen.

Wie schon erwähnt glauben die Finnen – was heißt da glauben? Sie wissen es! –, dass der Weihnachtsmann (Santa Klaus) in Lappland beheimatet ist. Er lebt mit seiner Gattin und den Elfen, mit denen er das ganze Jahr it Geschenkeverpacken beschäftigt ist, im Berg »Korvatunturi«. Den geheimen Eingang hat unglücklicherweise noch niemand gefunden. Der Berg ist wie ein Ohr geformt (»Korva« heißt Ohr), so dass der Weihnachtsmann alle Wünsche auch hören kann.

Die Finnen besitzen sogar ein eigenes Santa-Klaus-Postamt in »Rovaniemi«. Wer rechtzeitig dorthin schreibt, kann mit einer Antwort und einem kleinen Geschenk rechnen. Da Santa Klaus also Finne ist, bringt der Weihnachtsmann Geschenke auch nicht durch den Kamin, er kommt (vielerorts) persönlich vorbei und fragt laut »Sind hier brave Kinder zuhause?«. Auf ein »Jaaa« und Weihnachtsliedern verteilt Santa dann Geschenke.

Am 23. Dezember, nachdem die Kinder zu Bett gebracht wurden, beginnt in Finnland das Fest. Die Eltern bleiben traditionell lange auf, räumen alles auf und bereiten den Festtag vor. Um 12 Uhr am 24. wird in Turku (der ehemaligen Hauptstadt) der »Weihnachtsfrieden« verlesen. Um diese Uhrzeit schließen auch alle Geschäfte, der öffentliche Verkehr wird eingestellt. Der Saunagang am späten Nachmittag oder frühen Abend ist an Weihnachten so etwas wie ein nationales Heiligtum. Erst danach wird geschlemmt und auf Santa gewartet. (Quellen: www.weihnachtsstadt.de, www.norwegeninfo.net, www.norwegen.no, en.wikipedia.org)