Hospiz-Gruppe Albatros - Ambulanter Hospizdienst und Palliativberatung

Weihnachtsbräuche in aller Welt

16. Dezember: Mexiko

In Mexiko hielt das Christentum, und damit auch der Weihnachtsbrauch, mit den spanischen Missionaren Einzug. Zu dieser Zeit feierte man in Mexiko schon lange mit Umzügen die Ankunft des Gottes »Huitzillopochtli«, und die Missionare nutzten die einheimische Art des Feierns, um ihre christliche Version davon zu verbreiten – mit Erfolg. Seit Ende des 16. Jahrhunderts sind in den »Posadas« Josef und Maria auf Herbergssuche.

Diese Umzüge, die »Posadas« stellen die Suche nach einer Herberge von Josef und Maria nach. Vom 16. Dezember an zieht die Dorfgemeinschaft jeden Tag bis zum25. Dezember zu einem anderen Haus, führt dort ein Krippenspiel auf, singt, tanzt und bittet um eine Gabe, bis sie eingelassen werden, um im Haus bei Speis und Trank weiterzufeiern. Manchmal werden auch »Los Peregrinos« mitgebracht, Josef und Maria symbolisierende Statuetten, die im jeweiligen besuchten Heim eine Herberge finden. Die Posadas sind heute inzwischen nicht mehr streng religiös zu sehen sondern sind vielmehr ein geselliges Beisammensein.

Eine der Hauptattraktionen während einer Posada ist die «Piñata«, ein selbst gebasteltes Gefäß (heute zumeist aus Pappe), welches mit butne Krepppapier umwickelt und mit Nüssen, Früchten und Keksen gefüllt ist. Die Kinder schlagen mit Stöcken darauf ein, um sich auf den Inhalt zu stürzen, wenn das Gefäß ihn endlich freigibt.

Der Tag der Geschenke ist in Mexiko traditionellerweise erst der 6. Januar, der Tag der Heiligen Drei Könige. Einen alten Bekannten trifft man übrigens auch in Mexiko: den Weihnachtsstern (die Pflanze)! Er fehlt in kaum einem Haushalt. Einst soll ein armer Junge auf dem Weg zur Kirche mangels eines anderen Geschenks ein paar grüne Zweige gepfückt haben. Als er diese in der Kirche an die Krippe legte, erblühte eine wunderschöne rote, sternenförmige Blüte… (Quellen: www.tacoweb.de, www.evlka.de)