Hospiz-Gruppe Albatros - Ambulanter Hospizdienst und Palliativberatung

Weihnachtsbräuche in aller Welt

13. Dezember: Schweden

Zurück in den hohen Norden, nach Schweden, die die längste Weihnachtfeier haben dürften: Statt der vielfach verbreiteten 12 Tage zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar wird in Schweden 20 Tage lang gefeiert – per königlichem Dekret. König Knut hatte Ende des 11. Jahrhunderts kurzer Hand eine 20-tägige Weihnachtszeit verkündet. Und so endet das schwedische Weihnachten auch heut noch am 13. Januar, »St. Knuts Tag«.

Eingeläutet wird die Weihnachtszeit am ersten Adventssonntag, wobei der erste große Tag der heutige 13. Dezember ist: »St. Lucia« wird gefeiert. Die heilige Lucia, die »Königin des Lichts«, ist eine sizilianische Heilige, der nachgesagt wird, in Schweden eine Hungerskatastrophe verhindert zu haben. Der 13. Dezember galt lange als Tag der Wintersonnenwende, also als längste Nacht des Jahres (auch wenn nach moderneren astronomischen Erkenntnissen die Wintersonnenwende bekanntlich am 22. Dezember, dem Winteranfang, stattfindet). Heute ist St. Lucia ein großer Feiertag in Schweden, mit Umzügen und einer Miss-Wahl, zuhause bringen die Kinder ihren Eltern Frühstück ans Bett.

Schon im 17. Jahrhundert eingeführt, aber erst seit gut 100 Jahren wirklich verbreitet ist der Weihnachtsbaum, der traditionell am 23. Dezember geschmückt wird. Der 24. Dezember ist von Arbeit freizuhalten, höchstens um das Vieh darf man sich kümmern. Am Vormittag werden gerne Freunde und Verwandte besucht, doch der Nachmittag ist in vielen Familien vor dem Fernseher verplant: Donald Duck hat einen festen Sendeplatz, als die Fernsehanstalten die Sendung einmal verschieben wollten, hagelte es Proteste…

Am Abend gibt es ein sehr ausgiebiges Festmahl, das »Smörgåsbord«: Schinken, Würste aller Art, Schweinesülze, Rippchen stehen auf dem Tisch (auch Fisch, Käse, Brot und dergleichen werden serviert). Erst nach dem Essen gibt es Geschenke, die zwar mittlerweile von einem »herkömmlichen« Santa übergeben werden, aber ursprünglich vom »Jultomten«, einem Gnom, gebracht wurden, dem »nisse« aus Dänemark nicht unähnlich. (Quellen: www.christmas.com, www.swedengate.de, www.wikipedia.de)