Hospiz-Gruppe Albatros - Ambulanter Hospizdienst und Palliativberatung

Weihnachtsbräuche in aller Welt

12. Dezember: Spanien

Wie in Italien erwartet man in Spanien eine sehr »typische« Weihnachtszeit – aber weit gefehlt: Eine Adventszeit nach unseren Vorstellungen kennt man auf der iberischen Halbinsel nicht, auch der Adventskalender ist nicht vorhanden, nciht einmal St. Nikolaus wird in Spanien gefeiert. Einzig eine festliche Dekoration in den Einkaufsstraßen kündet vom nahenden Fest.

Ähnlich wie in Italien steht aber auch in Spanien vielmehr die Krippe im Mittelpunkt als der Weihnachtsbaum als weihnachtliches Symbol. Und auch kulinarisch schlägt der Südländer durch, neben der in der Weihnachtszeit in ganz Spanien verbreiteten Leckerei »Turrón« (Nougat-ähnlich), prägt ein regional sehr unterschiedliches (aber immer üppiges) Festmahl den Heiligen Abend. Ansonsten ist Weihnachten ein beschwingtes Fest, das öffentlich mit Umzügen begangen wird und das mit dem Besuch der Messe erst beginnt – und nicht selten erst am nächsten Morgen endet.

Geschenke gibt es an Weihnachten nicht – die bringen erst die Heiligen Drei Könige am 6. Januar. Am Vorabend werden mit Stroh gefüllte Stiefel vor die Tür gestellt, auf dass sie am nächsten Morgen mit Geschneken gefüllt sind. Am 5. Januar finden zahlreichen Dreikönigsumzüge statt.

Am 28. Dezember beweisen die Spanier, dass aus einem einst grausamen Gedenken ein Tag des Schalks werden kann: Der »Día de los Inocentes« gedachte einst dem von Herodes angeordnetem Kindermord, ist mittlerweile aber zu einem »1. April« geworden, an dem man seine Mitmenschen so richtig zum Narren halten darf.

Und noch eine Event zu Weihnachten, das (fast) ganz Spanien in Atem hält: die Weihnachtslotterie. Für diese Sonderauslosung kann man schon zu Ostern Lose kaufen und angeblich besitzen gut 95% aller Spanier ein Los und Hoffnung auf den Millionen-Jackpot. (Quellen: www.christmas.com, www.tapas.de)